22.10.2026 | Staatskanzlei Kanton Schaffhausen

Prognose zur Staatsrechnung 2026

Die aktuelle Prognose geht für das Rechnungsjahr 2026 von einem Aufwandüberschuss von 55.5 Mio. Franken aus. Gegenüber dem budgetierten Aufwandüberschuss von 62.1 Mio. Franken entspricht dies einer Verbesserung um 6.6 Mio. Franken.

Zum besseren Ergebnis tragen insbesondere höhere Erträge aus der Direkten Bundessteuer, höhere Ausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank sowie höhere Gewinnbeteiligungen der Schaffhauser Kantonalbank und der Axpo Holding AG bei. Demgegenüber führen vor allem höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Nationalen Finanzausgleich, der Sonderschulung sowie den sozialen Einrichtungen zu Mehrbelastungen.

 

Die Unternehmenssteuern entwickeln sich günstiger als noch im Verlauf des Jahres erwartet. Nach heutigem Kenntnisstand werden diese mit einem Gesamttotal von 185.4 Mio. Franken nur leicht unter dem Budget 2026 liegen. Die zwischenzeitlich befürchtete deutliche Unterschreitung des Budgets zeichnet sich nicht ab. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass das aktuelle Ergebnis vor allem durch nicht nachhaltige Einmaleffekte im Umfang von über 20 Mio. Franken getragen wird. Für die Folgejahre muss daher weiterhin von einer tieferen Steuerbasis ausgegangen werden.

Die Investitionstätigkeit des Kantons entwickelt sich auf hohem Niveau. Für das Jahr 2026 wird eine Ausschöpfungsquote von rund 90 Prozent der budgetierten Nettoinvestitionen erwartet. Dies zeigt, dass der Kanton den überwiegenden Teil der geplanten Investitionen erfolgreich umsetzt und die vorgesehenen Projekte weitgehend planmässig vorantreibt. Die verbleibenden Abweichungen zum Budget sind hauptsächlich auf Einsprachen und daraus resultierenden zeitlichen Verschiebungen einzelner Vorhaben zurückzuführen.

 

Nachträge zum Budget 2027

Mit dem Budget-Update verbessert sich das budgetierte Ergebnis der Erfolgsrechnung 2027 gegenüber der Vorlage des Regierungsrates vom 15. September 2026 um 2.2 Mio. Franken und bewegt sich mit einem budgetierten Aufwandüberschuss in Höhe von 62.8 Mio. Franken weiterhin auf einem ähnlichen Niveau wie das Budget und die Prognose 2026.

 

Zur Verbesserung tragen vor allem höhere Erträge aus der Direkten Bundessteuer bei. Dem stehen insbesondere höhere Aufwendungen bei den Beiträgen an soziale Einrichtungen, der individuellen Prämienverbilligung sowie im öffentlichen Verkehr gegenüber. Die Änderungen bewegen sich insgesamt in einem moderaten Rahmen und führen zu keiner grundlegenden Veränderung der finanzpolitischen Ausgangslage.

 

In der Investitionsrechnung erhöhen sich die budgetierten Nettoinvestitionen gegenüber der Vorlage vom 15. September 2026 leicht. Die Anpassungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit Investitionen im Bereich des Asyl- und Flüchtlingswesens sowie der Verkehrsinfrastruktur.

 

Finanzpolitische Herausforderungen bleiben unverändert bestehen

Die aktuelle Entwicklung bestätigt die Einschätzungen des Regierungsrates zur längerfristigen Finanzplanung. Die finanzielle Ausgangslage des Kantons Schaffhausen bleibt dank des in den vergangenen Jahren aufgebauten Eigenkapitals solide. Gleichzeitig stehen den Kantonsfinanzen jedoch erhebliche Herausforderungen bevor. Der Regierungsrat wird deshalb weiterhin eine zurückhaltende Ausgabenpolitik verfolgen, neue Vorhaben konsequent priorisieren und die finanzielle Entwicklung eng begleiten. Ziel bleibt es, die finanzielle Handlungsfähigkeit des Kantons zugunsten des Lebens- und Wirtschaftsstandortes Schaffhausen langfristig zu sichern.

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